Pesca sul Lago di Garda: i migliori spot e le licenze necessarie

Angeln am Gardasee: Angelschein, beste Spots und Tipps

Plane deinen Angeltag am Gardasee besser und entdecke, welche Uferzonen, Regeln und Fischarten du wirklich kennen solltest.

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Fischarten am Gardasee

Der Gardasee ist der größte See Italiens und für Angler eine der abwechslungsreichsten Gardasee Sehenswürdigkeiten in Norditalien. Im Norden fallen die Ufer steil ins tiefe Freiwasser ab, im Süden öffnet sich der See flach über die Poebene. Beide Zonen bringen andere Fischarten, andere Techniken, andere Bedingungen.

Der Carpione del Garda (Salmo carpio) ist endemisch: Er kommt ausschließlich im Gardasee vor. Die Art ist stark bedroht. Seit dem 20. Dezember 2023 gilt auf lombardischer Seite ein dreijähriges absolutes Fang- und Mitnahmeverbot, für Freizeit- und Berufsfischerei gleichermaßen.

Das aktuelle Gardasee-Reglement legt für weitere Arten Schonzeiten, Mindestmaße und Tageslimits fest, die für Freizeitangler verbindlich sind.

Zu den wichtigsten Fischarten am Gardasee zählen:

  • Carpione del Garda, die endemische Seltenheit des Sees

  • Coregone lavarello

  • Forelle, vor allem in tieferen und kühleren Bereichen

  • Luccio

  • Pesce persico

  • Agone

  • Carpa

  • Tinca

  • Cavedano

  • Anguilla

Daneben kommen auch Barbo, Spinarello, Alborella und weitere kleinere Arten vor. Für dich als Angler heißt das: Der Gardasee ist kein reines Raubfisch oder Friedfischrevier, sondern ein sehr gemischtes Gewässer mit regional unterschiedlichen Schwerpunkten.

salò lago di garda

Die besten Angelspots am Gardasee

Die besten Angelspots am Gardasee hängen davon ab, welche Art du suchst und ob du vom Ufer oder vom Boot aus angelst.

Sinnvoller als einzelne Spots ist es, den See nach Teilräumen zu denken: Norden alpin und tief, Süden offen und flach. Route und Taktik lassen sich so gezielter planen.

Nordufer bei Riva del Garda und Torbole

Das Nordufer ist für viele Angler der spannendste Teil des Sees, wenn sie tieferes Wasser und schnell abfallende Ufer suchen. Der Carpione bevorzugt besonders den oberen See.

Das macht deutlich, warum das nördliche Garda Gebiet unter Anglern traditionell einen besonderen Ruf hat.

Für dich ist dieser Bereich vor allem interessant, wenn du mobil sein willst und nicht nur auf klassische Badestellen schaust. Rund um Riva del Garda und Torbole findest du Uferabschnitte, Promenaden und steinigere Zonen, die je nach Saison für Cavedano, Persico oder tiefer stehende Arten interessant sein können.

Gleichzeitig musst du an stark frequentierten Orten besonders auf Badezonen, Hafenzugänge und lokale Einschränkungen achten.

Westufer bei Limone, Gargnano und Salò

Das Westufer wechselt zwischen Felswänden, kleinen Buchten und Ortskernen. Die Abschnitte abseits der Badezonen sind für Uferangler am interessantesten, weil du dort ruhigeres Wasser und bessere Zugänglichkeit kombinieren kannst. Besonders im mittleren Westufer lassen sich solche Stellen mit etwas Suche finden.

Salò ist ein guter Ausgangspunkt, wenn du an einem Tag mehrere Stellen testen willst. Die Stadt liegt zentral, und von dort aus erreichst du in beide Richtungen schnell unterschiedliche Uferabschnitte.

In der Hochsaison sind touristisch stark genutzte Bereiche am Westufer für ruhiges Angeln kaum geeignet.

Nicht wegen des Fischbestands, sondern wegen Badebetrieb, Bootsverkehr und eingeschränkter Zugänglichkeit. Früh morgens oder nach der Hauptsaison sieht das anders aus.

Ostufer bei Malcesine, Brenzone, Garda und Bardolino

Zwischen der Burg Malcesine und Brenzone fällt der See steil ab, das Wasser ist tief und klar. Steinige, strukturreiche Zonen sind hier die besseren Angelstellen.

Weiter südlich, Richtung Bardolino und Garda, wird das Ufer flacher und touristischer. Frühe Morgenstunden an ruhigen Abschnitten abseits der Häfen bringen dort mehr als tagsüber.

Badezonen und Hafenbereiche am Ostufer konsequent meiden.

Südufer bei Peschiera, Sirmione und Desenzano

Das Südufer ist flach, offen und gut zugänglich. Steile Abschnitte gibt es kaum, dafür mehr Badebetrieb und Tourismusinfrastruktur. Früh morgens oder außerhalb der Hauptsaison ist es bei der Scaligerburg Sirmione und der Burg Desenzano deutlich ruhiger.

Bei Peschiera del Garda lohnt sich der Übergang zum Mincio. Übergangszonen zwischen See und Fluss bringen eigene Strukturen und damit andere Arten als das offene Seeufer.

Angeln vom Boot am Gardasee

Vom Boot aus erreichst du Bereiche, die vom Ufer aus kaum zugänglich sind: tiefe Freiwasserzonen, Unterwasserkanten, Strukturen weit abseits der Ufer. Auf einem See mit Tiefen bis zu 346 Metern macht das einen erheblichen Unterschied.

Die Regeln sind klar und werden kontrolliert:

  • Führerschein: Motorboote über 6 km/h erfordern den Bootsführerschein.

  • Sicherheitszonen: Innerhalb von 300 Metern zum Ufer gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung, in ausgewiesenen Schwimmzonen ist das Befahren verboten.

  • Saisonale Einschränkungen: Im Sommer sind bestimmte Bereiche für den Bootsverkehr gesperrt oder stark eingeschränkt, vor allem in der Nähe von Badeorten.

  • Fischereilizenz: Auch vom Boot aus brauchst du die gültige Lizenz für die jeweilige Seite des Sees, lombardisch oder venetianisch.

Im Juli und August ist der See voll. Linienboote, Wassertaxis, Kitesurfer und Badende teilen sich das Wasser. Früh losfahren, vor 7 Uhr, bringt ruhigeres Wasser und bessere Bedingungen. Wer gezielt auf Carpione, Seesaibling oder große Forellen fischt, ist mit einem Boot ohnehin fast immer besser aufgestellt als vom Ufer aus.

Angelschein am Gardasee

Am Gardasee gilt kein einheitliches Lizenzsystem. Der See liegt in drei Verwaltungsregionen: Trentino, Lombardei und Venetien. Seit 2024 vereinheitlicht ein interregionales Garda-Reglement die Fischereiregeln am See stärker. Beim Angelschein bleiben die regionalen Unterschiede trotzdem entscheidend.

Klär zuerst, auf welcher Seeseite du angeln willst.

Angelschein für das Nordufer — Region Trentino Südtirol

Für Gewässer im Trentino gilt normalerweise ein eigenes Lizenzsystem mit drei Lizenzarten: A für Berufsfischer, B für Sportfischer, D für Ausländer. Für viele Binnengewässer brauchst du dort Lizenz, Befähigung und den Erlaubnisschein des Bewirtschafters.

Am Gardasee gilt das nicht. Nach dem Trienter Landesgesetz ist für die Sportfischerei auf dem Gardasee weder ein Fischereischein noch eine Befähigung erforderlich. Das ist ein zentraler Sonderfall.

Die Garda-spezifischen Regeln zu Arten, Schonzeiten, Mindestmaßen und Methoden gelten trotzdem. Geh am Trentiner Nordufer nicht automatisch von den allgemeinen Regeln anderer Trentiner Gewässer aus.

Angelschein für das Westufer — Region Lombardei

Die Freizeitfischer-Lizenz B besteht aus der Zahlungsbestätigung der regionalen Jahresabgabe von 23 Euro und einem Ausweisdokument. Sie ist zwölf Monate ab Zahlungsdatum gültig.

Ausnahmen bei der Lizenzpflicht gelten nur eingeschränkt. Lizenzfrei sind:

  • Minderjährige unter 18 Jahren

  • Personen über 65 Jahre

  • bestimmte weitere Gruppen

  • Aber nur, wenn sie mit der einfachen Angelrute fischen. Wer andere Geräte nutzt, braucht die Lizenz.

Angelschein für das Ostufer — Region Venetien

Die Lizenz Typ B kostet 34 Euro. Sie gilt bis 24 Uhr des entsprechenden Kalendertags im Folgejahr.

Venetien erkennt Fischereilizenzen an, die in anderen italienischen Regionen oder in den autonomen Provinzen Trient und Bozen ausgestellt wurden. Eine lombardische Lizenz gilt am Ostufer also nicht automatisch, eine Trentiner hingegen schon.

Gebührenfrei angeln in Venetien:

  • Minderjährige unter 18 Jahren mit Wohnsitz in Venetien

  • Personen über 70 Jahre mit Wohnsitz in Venetien

  • Ausweis mitführen ist in beiden Fällen Pflicht.

  • Wer seinen Wohnsitz im Ausland hat, braucht die Lizenz Typ D. Sie ist drei Monate gültig.

Angelregeln und Schonzeiten

Seit 2024 gilt am Gardasee ein interregionales Reglement, das Lombardei, Venetien und die Provinz Trient gemeinsam tragen. Einzelne Regionen können darüber hinaus zusätzliche Schutzmaßnahmen erlassen.

  • Carpione: Auf lombardischer Seite gilt seit dem 20. Dezember 2023 ein dreijähriges absolutes Fang- und Mitnahmeverbot.

  • Coregone lavarello: Schonzeit 1. Dezember bis 31. Januar, Mindestmaß 30 cm, Tageslimit 10 Stück.

  • Forelle: Schonzeit 15. Oktober bis 15. Januar, Mindestmaß 40 cm, Tageslimit 3 Stück.

  • Hecht (Luccio): Schonzeit 22. Februar bis 15. April, Mindestmaß 60 cm, Tageslimit 2 Stück.

  • Flussbarsch: Tageslimit 20 Stück.

  • Agone: Tageslimit 40 Stück.

  • Anguilla: Auf lombardischer Seite Fangverbot, gefangene Tiere sind sofort freizulassen.

  • Alborella: Auf lombardischer Seite Fang- und Besitzverbot bis 30. Juni 2026.

Das Gesamtlimit liegt bei 5 Kilogramm Fisch pro Tag. Der letzte Fisch zählt auch dann, wenn das Gewichtslimit dadurch knapp überschritten wird.

Angelerlaubt ist von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang.

Nachtangeln vom Ufer ist nur für bestimmte Arten und in bestimmten Zonen zulässig.

Beim Bootsangeln und Unterwasserfischen gelten Mindestabstände zu Häfen, Schilf, Schutzzonen und Badezonen.

An venetischen Ufern gilt während der Badesaison in ausgewiesenen Badebereichen tagsüber ein Abstand von 100 Metern zur Küste.

Fischereiregeln ändern sich regelmäßig. Überprüf die aktuellen Vorschriften für deine Tagesausflüge am Gardasee beim lokalen Fischereiverband oder der zuständigen Behörde.

Praktische Tipps für Angler am Gardasee

  • Prüfe immer zuerst, in welcher Region du angelst

  • Kontrolliere vor dem Start aktuelle Sonderverbote für Carpione, Anguilla und Alborella

  • Gehe früh morgens oder am Abend ans Wasser, besonders im Sommer

  • Meide Badezonen, Hafeneinfahrten und stark touristische Uferabschnitte

  • Nimm einen Ausweis und den passenden Lizenznachweis immer mit

  • Plane am Nordufer mit tieferem Wasser und steileren Ufern

  • Plane am Südufer mit mehr Publikum, aber oft leichterem Zugang

  • Nutze vom Boot aus nur zulässige Geräte und halte Sicherheitsabstände ein

  • Miss Fische sauber nach, bevor du sie behältst

  • Informiere dich vor Ort über kommunale Bade und Sicherheitsverordnungen

  • Rechne im Sommer mit mehr Konflikten zwischen Angeln, Baden und Bootsverkehr

  • Behandle den Carpione am Gardasee als absolute Schutzart und setze ihn nicht nur zurück, sondern vermeide gezielte Befischung

Den Gardasee mit nach Hause nehmen

Wenn du nach einem langen Angeltag ein Stück Gardasee mit nach Hause nehmen möchtest, schau bei Terre del Garda vorbei. Dort findest du einen authentischen Duft, der dich auch später noch an Wasser, Morgenlicht und die besondere Stimmung am See erinnert.

FAQ: Häufige Fragen zum Angeln am Gardasee

Braucht man am Gardasee einen Angelschein?

Ja, in vielen Fällen schon. Die genaue Regel hängt aber von der Seeseite ab. In Lombardei und Venetien brauchst du in der Regel einen gültigen regionalen Nachweis. Am Nordufer im Trentino gilt für die Sportfischerei direkt auf dem Gardasee ein Sonderfall.

Welche Fische kann man am Gardasee angeln?

Am Gardasee kommen unter anderem Coregone lavarello, Forellenarten, Luccio, Pesce persico, Agone, Carpa, Tinca, Cavedano und Anguilla vor. Der Carpione ist die endemische Besonderheit des Sees, steht aber unter sehr strengem Schutz.

Kann man am Gardasee vom Boot aus angeln?

Ja. Bootsangeln ist am Gardasee grundsätzlich möglich, aber an klare Regeln zu Geräten, Abständen und Schutzbereichen gebunden. Gerade im Sommer musst du zusätzlich die Schifffahrt und Badezonen im Blick behalten.

Wann ist die beste Zeit zum Angeln am Gardasee?

Das hängt stark von Art, Zone und Regelwerk ab. Praktisch sind Frühling und Herbst oft besonders angenehm, weil das Ufer ruhiger ist und der touristische Druck sinkt. Im Sommer sind frühe Morgenstunden oder späte Abende meist die bessere Wahl.

 

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