Entdecke die faszinierende Geschichte von Malcesine. Wir begleiten dich in seine Vergangenheit – von den ersten Siedlungen über das Mittelalter bis hin zu bedeutenden Besuchern wie Goethe.
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Die Ursprünge von Malcesine: Etrusker und Langobarden
Die Geschichte von Malcesine reicht weit zurück. Schon in der Antike siedelten Menschen an diesem schönen Ufer.
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Archäologen fanden erste Spuren der Etrusker in der Region.
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Um das Jahr 500 nach Christus erreichten die Langobarden den Gardasee.
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Sie bauten die erste Festung auf dem markanten Burgfelsen.
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Diese strategische Lage schützte die Bewohner vor Angreifern.
Der Name des Ortes hat seine Wurzeln vermutlich in dieser fernen Zeit. Er leitet sich wohl von alten Bezeichnungen für eine Siedlung am Felsen ab.
Das Mittelalter: Skaliger, Visconti und die Venezianer
Das Mittelalter prägte das Stadtbild von Malcesine nachhaltig. Drei große Mächte stritten nacheinander um die Vorherrschaft am See und bauten eindrucksvolle Burgen am Gardasee.
Malcesine unter den Skaligern
Ab dem Jahr 1277 übernahm die Familie der Skaliger aus Verona die Macht.
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Für Malcesine begann damit eine bedeutende Ära.
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Die Stadt wurde zu einer wichtigen Festung ausgebaut.
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Die Skaligerburg erhielt ihr heutiges Aussehen.
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Sie ist bis heute das Wahrzeichen der Stadt.
Du kannst die beeindruckende Architektur noch heute bei einem Spaziergang bewundern.
Visconti und der Übergang zu Venedig
Die Herrschaft der Skaliger endete im Jahr 1387. Die Mailänder Familie Visconti übernahm kurzzeitig das Ruder. Ihre Regierungszeit dauerte jedoch nicht lange an.
Bereits im Jahr 1405 fiel Malcesine an die Republik Venedig. Venedig brachte Stabilität und wirtschaftliches Wachstum in die gesamte Region.
Die Gardesana dell'Acqua: Malcesine als Hauptort des Seebundes
Im Jahr 1351 entstand die Gardesana dell'Acqua. Dies war ein Bund von zehn Gemeinden am Seeufer. Malcesine nahm in diesem Verbund eine zentrale Rolle ein.
Die Stadt war der Sitz des Kapitäns vom Gardasee. Er verwaltete den Bund und sicherte den Frieden auf dem Wasser.
Goethe in Malcesine: fast als Spion verhaftet
Im September 1786 besuchte Johann Wolfgang von Goethe den Ort.
Seine Ankunft verlief jedoch alles andere als ruhig. Goethe saß am Ufer und zeichnete die alte Skaligerburg. Die Einheimischen beobachteten den Fremden mit großem Misstrauen. Sie hielten ihn für einen österreichischen Spion. Ein Beamter stellte den Dichter zur Rede und befragte ihn streng. Goethe konnte das Missverständnis glücklicherweise klären. Später beschrieb er dieses Abenteuer in seinem berühmten Werk Italienische Reise.
Von Napoleon bis zum Königreich Italien
Das 19. Jahrhundert war eine Zeit des großen Umbruchs.
Die politische Landkarte änderte sich in dieser Phase ständig.
Im Jahr 1796 besetzten französische Truppen unter Napoleon die Region.
Malcesine gehörte ab 1801 zur Cisalpinischen Republik.
Nach dem Fall Napoleons kam der Ort unter österreichische Herrschaft.
Erst im Jahr 1866 wurde Malcesine Teil des neuen Königreichs Italien.
Diese Epoche brachte moderne Verwaltungsstrukturen und spannende Ausflugsziele am Gardasee mit sich.
Berühmte Gäste in Malcesine
Viele Künstler suchten in Malcesine nach Inspiration. Die besondere Atmosphäre des Ortes lockte große Namen an.
Gustav Klimt
Der berühmte Maler Gustav Klimt verbrachte im Jahr 1913 seinen Sommer hier. Er war fasziniert von dem Licht und den Farben an den schönsten Aussichtspunkten am Gardasee. In dieser Zeit schuf er zwei seiner bekanntesten Landschaftsbilder.
Er malte die Ansicht von Malcesine und das nahegelegene Dorf Cassone. Du erkennst seine Werke sofort an ihrem einzigartigen Stil.
Franz Kafka
Auch der Schriftsteller Franz Kafka besuchte Malcesine im Jahr 1909. Er reiste während eines Aufenthalts in Riva herüber.
In seinen Tagebüchern hielt er seine Eindrücke von der Umgebung fest. Die raue Schönheit der Felsen beeindruckte ihn tief. Seine Notizen geben uns heute einen Einblick in das Leben am See und weitere Sehenswürdigkeiten in Malcesine vor über hundert Jahren.
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