Der Gardasee fällt im Norden steil ab — Felswände direkt am Wasser, Bergkämme auf beiden Seiten. Im Süden öffnet sich das Becken zur Po-Ebene hin, der Blick reicht weit über das Wasser. Diese Geografie schafft Aussichtspunkte, die sich stark voneinander unterscheiden: alpine Tiefblicke im Norden, weite Panoramen im Süden.
Dieser Guide stellt die zehn besten Aussichtspunkte am Gardasee vor — mit konkreten Angaben zu Zugang, Gehzeit und bester Besuchszeit für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
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#1 - Punta Larici
Punta Larici liegt hoch über dem Nordufer, westlich von Riva del Garda. Von hier siehst du das gesamte Alto Garda: tief unten die Uferstraße, gegenüber die Berge rund um Malcesine und den Monte Baldo dahinter. Zum Sonnenaufgang liegt der See noch im Schatten der Osthänge, während das Licht die Felswände im Westen trifft.
So erreichst du Punta Larici:
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Ausgangspunkt: Pregasina, oberhalb von Riva del Garda
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Gehzeit: 1,5 bis 2 Stunden (Aufstieg)
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Schwierigkeit: mittelschwer, rund 300 Höhenmeter
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Mit Auto: Bis Pregasina fahren und die Strecke deutlich verkürzen
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Beste Zeit: früh morgens oder unter der Woche — der Spot ist bei Fotografen bekannt und füllt sich schnell

#2 - Rocca di Manerba
Die Rocca di Manerba steht auf einem Felssporn am südwestlichen Ufer. Die mittelalterliche Burganlage wurde im 18. Jahrhundert zerstört — erhalten sind nur noch Mauerreste. Der Aussichtspunkt selbst ist geblieben.
Von oben überblickst du die Halbinsel Sirmione, die Isola del Garda mit ihrer neugotischen Villa und die flache Landschaft Richtung Po-Ebene. Der Südsee liegt hier breit und ruhig. Der Kontrast zum felsigen Nordufer ist von keinem anderen Punkt so deutlich wie von hier.
Der Aufstieg führt durch den Parco della Rocca di Manerba. Das Naturschutzgebiet ist dicht bewachsen: Olivenbäume, Zypressen, im Frühjahr wild wachsende Orchideen. Abseits des Gipfels führen Pfade hinunter zu kleinen Buchten mit klarem Wasser.
So erreichst du die Rocca di Manerba:
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Ausgangspunkt: Parkplatz im Parco della Rocca di Manerba, Manerba del Garda
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Gehzeit: 45 bis 60 Minuten (Aufstieg)
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Schwierigkeit: moderat, kaum Schatten — Wasser mitnehmen
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Eintritt: der Naturpark ist kostenfrei zugänglich
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Beste Zeit: Sonnenuntergang, wenn das Licht über dem Südsee flach steht und die Isola del Garda sich gegen den Himmel abzeichnet
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Kombination: Nach dem Abstieg lohnen sich die Badebuchten unterhalb des Felsens
#3 - Busatte-Tempesta
Der Busatte-Tempesta-Weg verläuft oberhalb von Torbole entlang der Norduferfelswände und kombiniert Bewegung mit freiem Blick auf das Alto Garda. Der Weg wechselt zwischen Waldpfad und offenen Felspassagen — an den exponierten Stellen führen Metalltreppen direkt am Hang entlang, mit dem See senkrecht darunter.
Der Weg startet entweder in Torbole oder beim Parkplatz Tempesta. Die Strecke ist leicht bis mittelschwer, gut ausgeschildert und in zwei bis drei Stunden zu gehen. Am Vormittag liegt das Wasser noch ruhig, am späten Nachmittag trifft das Licht schräg auf die Westufer-Felswände gegenüber.

#4 - Monte Baldo
Der Monte Baldo erhebt sich direkt über Malcesine am Ostufer und reicht auf über 2.000 Meter. Von oben siehst du den gesamten See: im Norden Riva del Garda und Torbole, in der Mitte das breite Seebecken, im Süden die flache Po-Ebene. An klaren Tagen zeichnen sich die Alpen im Norden deutlich ab.
So erreichst du den Monte Baldo:
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Seilbahn: ab Malcesine, Fahrtzeit rund 10 Minuten, ganzjährig in Betrieb
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Wanderwege: mehrere markierte Routen ab Malcesine und den umliegenden Ortschaften, je nach Route 2–4 Stunden Aufstieg
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Beste Zeit: früher Vormittag für klare Fernsicht, später Nachmittag für warmes Gegenlicht über dem See
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Hinweis: Die Seilbahn ist im Sommer stark frequentiert — früh starten oder unter der Woche fahren
#5 - Punta San Vigilio
Punta San Vigilio ist eine kleine Landzunge am Ostufer, wenige Kilometer nördlich von Garda. Zypressen, Olivenbäume und die Renaissance-Villa Guarenti prägen das Ufer. Der Blick geht weit nach Westen über die Seemitte.
Abends trifft das Licht der untergehenden Sonne direkt auf das Wasser — der Ostuferblick nach Westen macht Punta San Vigilio zu einem der wenigen Punkte am See, von dem aus der Sonnenuntergang frei sichtbar ist.
So erreichst du Punta San Vigilio:
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Anfahrt: mit dem Auto über die SR249, Parkplätze am Ortsrand von San Vigilio
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Fußweg: kurzer Spaziergang vom Parkplatz zum Ufer
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Beste Zeit: Sonnenuntergang
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Hinweis: Der Strandzugang ist teilweise kostenpflichtig — der Aussichtspunkt selbst ist frei zugänglich

#6 - Strada della Forra
Die Strada della Forra führt von Gargnano am Westufer durch eine enge Kalksteinschlucht hinauf nach Tremosine sul Garda. Die Straße wurde 1913 in den Fels gesprengt und gilt als eine der spektakulärsten Bergstraßen Italiens.
Auf wenigen Kilometern überwindet sie mehrere hundert Höhenmeter.
An den Haltebuchten siehst du das tief eingeschnittene Nordufer und die Felswände, die senkrecht ins Wasser fallen. Die Terrasse des Hotels Paradiso in Tremosine bietet den weitesten Blick — direkt hinunter auf den See und hinüber zum Ostufer.
So fährst du die Strada della Forra:
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Ausgangspunkt: Gargnano am Westufer, Richtung Tremosine sul Garda
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Fahrzeit: rund 20 Minuten für die Schlucht
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Hinweis: Die Straße ist schmal und kurvig — mit Wohnmobil oder großem Anhänger nicht befahrbar
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Beste Zeit: unter der Woche und außerhalb der Hauptsaison, um Gegenverkehr zu vermeiden
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Kombination: Terrasse des Hotels Paradiso in Tremosine für den Ausblick nach der Fahrt
#7 - Tignale
Tignale liegt hoch über dem Westufer und bietet dir eine weite Aussicht über die Seemitte. Die erhöhte Lage sorgt für ein ruhigeres Panorama abseits der großen Besucherströme.
Von hier erkennst du die Halbinsel von Sirmione im Süden und bei klarer Sicht sogar das Ostufer gegenüber. Die Kombination aus Dorf, Olivenhainen und Fernblick wirkt besonders harmonisch.
Mit dem Auto erreichst du Tignale über eine kurvige Bergstraße. Parkplätze findest du im Ortszentrum. Kurze Spaziergänge führen zu mehreren Aussichtsterrassen.
Besonders schön ist es am späten Nachmittag. Ideal für Ruhesuchende und Genießer.
#8 - Ponale Weg
Der Ponale-Weg ist der einzige Abschnitt in diesem Guide, der zwei Seen verbindet. Die alte Fahrstraße wurde im 19. Jahrhundert in den Fels oberhalb von Riva del Garda gesprengt und führt heute als Wander- und Radweg hoch über dem Westufer Richtung Ledrotal — und weiter zum Lago di Ledro.
Kurz nach dem Start fällt die Cascata del Ponale direkt neben dem Weg in den See. Weiter oben öffnen sich Blicke zurück auf Riva del Garda, den Monte Brione und das gesamte Alto Garda nach Süden. Tunnel und Galerien wechseln sich mit freien Felspassagen ab — die Ingenieursarbeit des 19. Jahrhunderts ist beim Gehen spürbar.
Das erwartet dich auf dem Ponale-Weg:
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Cascata del Ponale: Ein Wasserfall, der kurz nach dem Start direkt neben dem Weg in den Gardasee fällt
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Blick auf Riva del Garda: Von oben siehst du die Stadt, den Hafen und den Monte Brione auf einen Blick
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Historische Galerien: In den Fels gesprengte Tunnel aus dem 19. Jahrhundert durchziehen den Weg
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Alto Garda Panorama: Freie Passagen öffnen den Blick weit nach Süden über das Nordufer
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Lago di Ledro: Am Ende des Wegs liegt ein ruhiger Bergsee auf 655 Metern — mit Badestränden und einem Pfahlbaumuseum
#9 - Aussichtsterrasse Brione
Die Aussichtsterrasse auf dem Monte Brione gehört zu den zugänglichsten Aussichtspunkten am Gardasee. Der Hügel liegt zwischen Riva del Garda und Torbole und ragt direkt in das Alto Garda hinein.
Von oben blickst du auf das gesamte Nordufer, die Mündung des Sarca Flusses und die steilen Felswände rund um Riva. Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zwischen türkisfarbenem Wasser und grauen Kalkbergen.
Der Aufstieg erfolgt über gut ausgebaute Wege ab Riva oder Torbole. Plane etwa 45 bis 60 Minuten ein. Die Strecke ist leicht bis moderat und auch für weniger geübte Wanderer machbar.
Am schönsten ist die Terrasse am frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang. Ideal für Fotografen und alle, die ohne lange Tour ein starkes Panorama erleben möchten.
#10 - Cima Comer
Cima Comer erhebt sich oberhalb von Tignale am Westufer auf knapp 1.300 Meter. Von hier siehst du den See von oben — die schmale Nordspitze, die sich nach Süden zur breiten Seemitte hin öffnet. Die Form des Gardasees wird von keinem anderen Punkt in diesem Guide so klar sichtbar.
Das Ostufer mit dem Monte Baldo liegt direkt gegenüber. Im Norden zeichnen sich die Alpen ab. Die Perspektive ist weiter und freier als an den meisten anderen Spots, weil der Gipfel aus dem Gelände herausragt und den Blick nach allen Seiten freigibt.
So erreichst du die Cima Comer:
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Ausgangspunkt: Passo Nota oberhalb von Tignale oder direkt ab Tignale
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Gehzeit: rund 2 Stunden (Aufstieg)
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Schwierigkeit: mittelschwer, Kondition erforderlich
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Höhe: knapp 1.300 Meter — warme Schicht mitnehmen, auch im Sommer
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Beste Zeit: früher Vormittag für klare Fernsicht vor dem Dunst
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